Die Fuldaer Zeitung berichtetet heute über ein EU-Projekt, bei dem ich – Andrea Seifert – als Deutschlehrerin mit dabei sein darf. Bis Ende Januar darf ich diese sympatischen Spanier täglich von 8-15 Uhr in einem Intensivsprachkurs unterrichten, damit sie ab Februar mit der Pflegekräfteausbildung beginnen können. Es ist ein tolles Projekt, das Anfangs in Bad Salzschlirf begann, und aktuell in der Volkshochschule Landkreis Fulda weitergeht. Anbei ein Direktzitat des Zeitungsartikels aus der Fuldaer Zeitung (von Volker Nies) vom 03.11.2014:
Vier Spanier starten Abenteuer Deutschland in Bad Salzschlirf
Bad Salzschlirf
Während in Spanien Massenarbeitslosigkeit herrscht, fehlen in Deutschland Arbeitskräfte – gerade in der Altenpflege. Deshalb bemüht sich die Caritas um Mitarbeiter aus dem südeuropäischen Land. Deren Deutschlandaufenthalt beginnt in Bad Salzschlirf.

Vier Spanier sind auf Initiative der Caritas und des Landkreises Fulda in Osthessen eingetroffen. Sie müssen sich jetzt erst einmal mit Deutschland und der deutschen Sprache vertraut machen. Schließlich ist in der Altenpflege die Verständigung sehr wichtig. Deutschlehrerin Andrea Seifert nimmt sie an die Hand.

Bis Ende Januar steht die Sprache im Mittelpunkt. Der Praxisanteil in der Ausbildung nimmt dann ständig zu. Nach drei Jahren sollen die vier Spanier in Senioreneinrichtungen der Caritas eingesetzt werden.

Ihre Zeit in Deutschland beginnt in Bad Salzschlirf, im Kur- und Gästehaus St. Bonifatius der Vinzentinerinnen. „Hier ist der richtige Ort, um erst einmal in Ruhe anzukommen“, sagen Oberin Schwester Brunhilde Wehner und ihr Assistent Torsten Dimmerling. „Bad Salzschlirf ist ein bewährter Gastgeber. Die Altenhilfe ist eine Kernkompetenz unseres Ortes. Deshalb freuen wir uns, dass Bad Salzschlirf für die jungen Spanier das Eintrittstor nach Deutschland wird“, sagt Kurort-Bürgermeister Matthias Kübel (CDU).

Kein Job trotz guter Ausbildung

Die vier Spanier, die jetzt in Bad Salzschlirf ankamen, haben alle schon eine hochqualifizierte Ausbildung hinter sich, fanden in ihrem Heimatland aber trotz intensiver und langer Suche keinen angemessenen Arbeitsplatz.

Deshalb suchen die vier ihre Zukunft jetzt in Osthessen: die studierte Altenpflegerin Reyes Rodriguez Pallares (27) aus Sevilla, die Ernährungswissenschaftlerin Nuria Asensio Marimon (28) aus Alicante, Alejandro Morera Ramos (29), der Pathologie studierte und als Koch arbeitete, und der Psychologe Enrique Pimpineca Santos (35) aus Valencia.

Sie schildern, dass sie nach Jahren ohne berufliche Zukunft in Spanien jetzt Sicherheit und Stabilität in Deutschland erhoffen. Der Abschied von ihren Familien ist ihnen nicht leicht gefallen, aber sie verkraften lieber die Trennung als eine weitere Zeit ohne berufliche Perspektive. Nach den zwei Wochen zum ersten Einleben in Bad Salzschlirf setzen sie ihre Sprachausbildung jetzt in den Räumen der Volkshochschule in Fulda fort. / vn

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